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Qualität ist auch in Zukunft gefragt |
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Donnerstag, den 29. Oktober 2009 um 10:28 Uhr |
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Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. wollte die Veranstaltung besonders junge Leute neugierig machen. “Die Textilindustrie ist auch heute noch lebendig", verkündete Limbach-Oberfrohnas Oberbürgermeister Hans-Christian Rickauer zur Eröffnung der Ausbildungsmesse. Zwar haben sich in den letzten Jahren sehr viele Änderungen in der Branche ergeben, das heiße aber nicht, dass die Textilindustrie tot sei. Und das, obwohl in der Branche sachsenweit nur noch 17.000 Stellen vorhanden sind im Gegensatz zu 220.000 vor der Wende. Ähnlich sieht es auch Landrat Christoph Scheurer: “Wir haben hier nicht nur eine große textile Geschichte sondern auch Perspektiven." Vielen sei das breite Spektrum der Ausbildungsmöglichkeiten gar nicht bekannt. Diese Erfahrung hat auch Frank Lammer, Ausbildungsleiter Textil der Fördergesellschaft für berufliche Bildung Plauen-Vogtland e.V., gemacht. “Das Interesse ist leider nicht ideal", bedauert er. Gründe dafür sieht er in dem starken Wandel, den die Textilindustrie seit der Wende erfahren habe. “Vom Massenarbeitgeber hat sich die Branche eher zu kleineren Unternehmen hin entwickelt", informiert er. Auch sei der Preisdruck durch die Globalisierung groß. Dabei bietet die Branche durchaus spannende und vielseitige Berufe wie zum Beispiel den des Produktionsmechanikers Textil. Junge Frauen und Männer lernen hier alles rund um Grundlagen der Form- und Farbgestaltung, die Bedienung von Klein- und Großstrickmaschinen, die Entwicklung von Mustern und vielem mehr. Längst vorbei sind die Zeiten, als die Textilbranche gleichbedeutend mit Socken und Trikotagen waren. Heute herrschen innovative Produkte vor. Technische Textilien heißt das Zauberwort. Für Autohersteller, Möbelproduzenten, die Medizintechnik und vieles mehr werden ganz besondere Stoffe und Materialien gebraucht. Nach Auskunft von Franz Rudolph, Textilbeauftragter des Freistaates Sachsens, machen die Technischen Textilien mittlerweile 42 Prozent der Produktion aus, nur noch 30 Prozent sind Heimtextilien und 28 Prozent Bekleidung. Auf Julia Röhlig und Bianca Freundel haben Textilien schon immer eine große Anziehungskraft ausgeübt. “Ich habe bereits mit zwölf Jahren zu nähen angefangen", erzählt Bianca Freundel. Zur Zeit absolviert sie im ersten Lehrjahr eine Ausbildung in der Callenberger Textilmanufaktur Uhlmann. Angst vor der Zukunft in der Textilbranche hat sie nicht. Wenn man gut ist, hat man auch gute Chancen", ist die junge Frau überzeugt. Die Qualität müsse aber stimmen. Das sieht auch Franz Rudolph so. Wichtig sei, dass sich Unternehmen eine Marktnische suchten.
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