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Klares Rollenspiel, dort wo’s brennt Drucken E-Mail
Mittwoch, den 21. April 2010 um 10:04 Uhr
die auf diese Brände zurückzuführen waren.


In 36 Fällen davon waren es Sachbeschädigungen, bei denen Papiercontainer, Mülltonnen oder Wertstoffsäcke angezündet worden waren, 22 Brandstiftungen an Gebäuden, die in einigen Fällen bewohnt waren, und sieben Brandstiftungen an Fahrzeugen. Die zahlreichen Brände führten auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren von Glauchau und der Umgebung an ihre Belastungsgrenze. Obwohl die Polizei den sich immer wiederkehrenden und häufenden Bränden besondere Aufmerksamkeit in der Ermittlungstätigkeit widmete, konnten zwar Ermittlungsfortschritte erzielt, Tatverdächtige aber nicht ermittelt werden. Im dritten Quartal 2009 wurde bei der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge eine Ermittlungsgruppe gebildet, in der Glauchauer Polizisten und Kriminalisten des Fachkommissariats der Chemnitzer Kriminalpolizeiinspektion gemeinsam arbeiteten. Noch einmal wurden die zurückliegenden Brände analysiert und daraus weitere Ermittlungen abgeleitet.


Observationspläne für Abrisshäuser und zusätzliche Streifenpläne wurden erarbeitet. Die Realisierung der geplanten Maßnahmen war nur durch Unterstützung zusätzlicher Kräfte möglich. So waren Einsatzkräfte der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge ebenso unterwegs wie Zivilfahnder der Polizeidirektion und Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei. Durch all diese Maßnahmen wurde den fünf Beamten der Ermittlungsgruppe klar, dass es sich um mindestens zwei unterschiedlich agierende Täter handeln muss. Über 130 Personen wurden im Zusammenhang mit den Bränden befragt, zahlreiche DNA-Spuren beziehungsweise andere Spuren verglichen und ausgewertet. Die Auswertung bestätigte dann auch den Verdacht auf einen 25-Jährigen, der bereits Ende 2009 in den Blickpunkt gerückt war. Ein zweiter, 33jähriger Mann kam Anfang 2010 als Tatverdächtiger hinzu.


Mitte Februar konnte der Tatverdacht gegen die beiden Männer so erhärtet werden, dass Wohnungsdurchsuchungen angeordnet wurden. Oberbürgermeister Peter Dresler nahm die aktuellen Ergebnisse zum Anlass, sich bei den verantwortlichen Brandursachenermittlern für die bisher geleistete Arbeit zu bedanken, mit einem kleinen Empfang am vergangenen Freitag. „Es ist wichtig, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir am Ball sind, auch wenn nicht immer schnell Ermittlungsergebnisse vorliegen“, stellte der leitende Polizeidirektor Johannes Heinrich heraus. Bürgermeister Dresler lobte das gute Zusammenspiel zwischen der Polizei und der Feuerwehr, das auch Heinrich aufgriff: „Wir greifen ein, wo’s brennt, mit klarer Rollenverteilung.“ Wochenspiegel wird über den Abschluss des laufenden Verfahrens wieder berichten.


 
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