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Stadt kürzt Mittel für Jugendarbeit |
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CHEMNITZ (mp). Zwar sorgte sie für einiges Chaos in der Innenstadt, doch die Demonstration am vergangenen Dienstag hat Eindruck hinterlassen. Die angekündigte Sitzung des Jugendhilfeausschusses war
Anlass für 700 Chemnitzer, in einem Protestzug vom Hauptbahnhof zum Roten Turm ihrem Unmut über die geplanten Kürzungen in der alternativen Jugendarbeit Ausdruck zu verleihen.
Ab 2011 will die Stadt mit Einsparmaßnahmen in Höhe von knapp 500.000 Euro dem demografischen Wandel gerecht werden. Das bedeutet: Weil immer mehr junge Leute aus Chemnitz wegziehen, verliert die städtische Jugendhilfe ihre Zielgruppe und damit ihre Förderungswürdigkeit. Dabei geben gerade Einrichtungen der alternativen Jugendarbeit an, keinen Besucherrückgang zu verzeichnen. Betroffen sind unter anderem das Arme Theater, das Ferienprojekt „Die Verreiser“ der Kindervereinigung Chemnitz, das Projekt Bunter Borgen des Instituts für soziale und kulturelle Bildung, das Alternative Jugendzentrum mit seinem Jugendhaus Benario und dasJugendhaus Bumerang des Vereins Selbsthilfe Wohnprojekt Further Straße (SWF). Die Entscheidung über endgültige Einsparungsmaßnahmen wird am 8. Dezember in einer öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses bekannt gegeben. Für die Betroffenen war die Demonstration am Dienstag deshalb nur der Auftakt des Kampfes für den Erhalt der Jugendarbeit. Aufgeben wollen die Vereine noch lange nicht. Der Verein SWF beispielsweise sammelt derzeit Unterschriften für den Fortbestand des Jugendhauses Bumerang auf dem Sonnenberg, dem ab 2011 die Förderungssumme von 65.000 Euro entzogen werden soll.
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