Chemnitz „Soll hier das Licht ausgehen?“
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Nicht nur mit dem Plakat, auch mit Worten machen die Jugendlichen von Schloß- und Kaßberg ihrem Ärger Luft über die angedachten Kürzungen.Wenn sie wie geplant kommen, wird in der Turnhalle der Luisenschule für den Domizil e.V. das Licht ausgehen. Foto: uwCHEMNITZ (Ursula Wirth). „Wir haben die Jungs nicht von der Straße geholt, damit sie jetzt wieder genau dort herumlungern müssen“, stellt Olaf Schubert, Streetworker beim Domizil e.V., mit belegter Stimme fest.

Das sind die Nachwirkungen seiner Teilnahme an der Jugenddemo Ende November, mit der Chemnitzer Jugendliche öffentlichkeitswirksam auf die geplanten Kürzungen der Stadt im Kinder- und Jugendbereich aufmerksam gemacht haben.

Der Verein Domizil ist mit 21.000 Euro von diesen Kürzungen betroffen, dies entspricht einer halben Personalstelle. Die Jugendlichen von Schloßund Kaßberg setzen alle Hebel in Bewegung, damit es nicht zu den Kürzungen kommt. Sie waren bei der Demo dabei, starteten eine Unterschriften-Aktion und sammeln Meinungen von Anwohnern. Alex spricht im Namen aller: „Es ist immer schön, hierher zu kommen. Mit Olaf, Mandy und Susan kann ich über alles reden. Sie haben mir auch bei meiner Bewerbung sehr geholfen.“ Ein anderer junger Mann ergänzt: „Wir fühlen uns verdammt wohl hier und lassen uns das nicht widerstandlos nehmen.“

Auch Olaf Schubert hofft, dass es nicht zu dem verhängnisvollen Beschluss des Jugendhilfeausschusses am Dienstag kommt. „Für die Kürzungen des Leistungsangebotes unserer Mobilen Jugendarbeit gibt es keine fachlichen Gründe“, so Schubert. „Das hat uns das Amt bestätigt und wir müssen bei unserer täglichen Arbeit feststellen, dass der Beratungsbedarf bei den Kindern und Jugendlichen, darunter viele mit Migrantenhintergrund, eher wächst.“ Die für solche Maßnahmen Verantwortlichen müssen sich darüber im Klaren sein, dass gerade Kürzungen im Kinderund Jugendbereich den sozialen Frieden gefährden und alles bisher Erreichte zunichte gemacht werden kann, so der Streetworker.



 
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