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CHEMNITZ (uw). Im Rahmen der notwendigen Einsparmaßnahmen hat die Stadtverwaltung unter anderem die Schließung von sechs der derzeit 40 Grundschulen vorgeschlagen.
Eine der betroffenen Grundschulen ist jene in Euba, die im vergangenen Jahr ihr 120-jähriges Bestehen feiern konnte. Am Freitag hatten Schule und Förderverein Bürgermeister Berthold Brehm eingeladen und übergaben ihm neben Zeichnungen von den Mädchen und Jungen auch eine Liste mit 1854 Unterschriften für den Erhalt der Schule. „Diese Unterschriften haben wir innerhalb von 14 Tagen gesammelt“, so Arnd Heidemüller, Vorsitzender des Fördervereins. „Das zeigt, wie verbunden die Eubaer mit ihrer Schule sind.“
Die Grundschule Euba ist eine kleine Schule, die aber über die erforderlichen Anmeldungen verfügt. Heidemüller betont: „Im Eingemeindungsvertrag von 1991 ist die Erhaltung von Kita und Schule festgeschrieben.“ Wenn die Schule geschlossen wird, dann spare die Stadt zwar den Unterhalt für das Gebäude, aber der Freistaat spare nichts, weil die Lehrer ja trotzdem gebraucht würden. Gerade für Grundschüler sei es wichtig, die Schule am Ort zu haben. „Wenn sie sich dort nicht benehmen, wissen es die Eltern spätestens am nächsten Tag“, weist Heidemüller auf nur einen der Vorzüge der Eubaer Schule hin. Im Namen der Eubaer stellt er klar: „Da die Finanzkrise ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, sollte auch überall gespart werden, nicht nur an den Grundschulen.“
Auch auf dem Sonnenberg formiert sich eine Protestbewegung. Gegen die Entscheidung des Ministeriums, dass an der Georg-Weerth-Mittelschule im nächsten Schuljahr keine fünfte Klasse gebildet werden darf, hat Brehm mit seinem Amt selbst Widerspruch eingelegt. Am Freitag berieten Vertreter des Stadtteils, der Verein Sonnenberg Sozial, der Bürgerverein, das Don Bosco Haus, der Rotary Club Chemnitz sowie die Elternvertretung der Georg-Weerth-Mittelschule, wie sie sich gegen diese Dresdner Entscheidung wehren können. Auf Grund unzureichender Schüleranmeldungen steht die Schule nicht zum ersten Mal zur Disposition. Allerdings konnte bisher eine Ausnahmegenehmigung erreicht werden.
Übereinstimmend stellten Stadtteilmanagerin Elke Koch, Johannes Kaufmann, Leiter des Don Bosco Hauses und die anderen fest, dass es nicht sein kann, dass der Stadtteil mit staatlichen Fördermitteln entwickelt, aber zugleich seine Lebensader, nämlich die einzige Mittelschule geschlossen würde. Wichtig sei vor allem, die Schule mit ihren vielfältigen Angeboten im Stadtteil bekannter zu machen, denn an Kindern mangele es auf dem Sonnenberg nicht.
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