Chemnitz Bemerkenswertes der Kunstzunft
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Gisela und Wolfgang Flügge am Tag der Eröffnung des „Porträts einer Sammlung“.Einen blumigen Gruß gab’s auch von Heidemarie Lüth, der Chemnitzer Kulturbürgermeisterin. Foto: mrCHEMNITZ (JT). „Porträt einer Sammlung“ heißt jene Sammlung, die seit dem vergangenen Wochenende im Museumshaus der Frau Mössinger am Theaterplatz zu sehen ist.

Die Präsentation ist mindestens in zweierlei Hinsicht ein bemerkenswertes Ereignis der Kunstzunft: Erstens widerspiegelt sie höchste künstlerische Qualität und zweitens gehört sie (gerade deshalb) zu den großartigsten Schenkungen, auf die die Chemnitzer Kunstsammlungen verweisen können. Gisela und Dr. Wolfgang Flügge, ein Ehepaar, hatten vor fünf Jahren ihr Lebenswerk an gesammelter Kunst den Chemnitzern geschenkt.


Bei dieser großzügigen Geste handelte es sich um sage und schreibe 586 Werke von 106 Künstlern aus 16 Ländern. Ein beachtlicher Teil davon - 124 Arbeiten von 22 Künstlern - ist derzeit und noch bis zum 1. August zu sehen. Die Entstehungszeit der in der Sammlung vertretenen Arbeiten reicht von 1958 bis 2002 mit einem Schwerpunkt westdeutscher Kunst der 1970er und 1980er Jahre. Die Sammlung vermittelt einen repräsentativen Einblick in zeitgenössische Kunst. Mit feinem Gespür und ohne auf gängige Trends zu äugen sahen Gisela und Wolfgang Flügge früh kreatives Potential.


Zudem engagierten sich beide für Kunstschaffende. Die Sammlung spiegelt nicht nur die künstlerischen Vorlieben des Paares wider, sondern weist aufgrund von Ankäufen von Kunst im Umkreis des jeweiligen Wohnortes auch biografische Bezüge auf, indem regional ansässige beziehungsweise in dortigen Ausstellungen gezeigte Künstler kontaktiert und deren Werke gekauft wurden. Hervorzuheben sind die Kontakte des Sammlerpaares u. a. zu Holger Bunk, Cordula Güdemann und Bertram Jesdinsky.


 
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