Chemnitzer Land Prinzessin versprüht Rosenlaune
Prinzessin versprüht Rosenlaune Drucken E-Mail

Antonia I. auf ihrem Weg zur feierlichen Krönungszeremonie am Samstagnachmittag. Die junge Prinzessin hielt nicht nur eine formschöne,inhaltlich gelungene Rede,sondern gab auch noch ihr Gesangstalent mit dem Lied „Ich bin ich“ von Rosenstolz zum besten. Foto: K. NeukirchLICHTENSTEIN (Kristina Neukirch). Es hätte auch ein Filmdreh zu Grimms Dornröschen sein können: Die von zwei Ponys gezogene, mit romantischen Rosenbogen verzierte Kutsche, in der „Eure Hoheit“, Antonia I., zu ihrer Krönung an die Marktbühne gefahren wurde.


Unter den bewundernden Blicken der zahlreichen Besucher des Rosenfests, hielt die Sechstklässlerin selbstbewusst ihre Rede, ohne auch nur einen Spickzettel in der Hand zu haben: „Madeline, du warst eine tolle Prinzessin, ich konnte viel von dir lernen und möchte dir ein guter Nachfolger sein. Es ist ein ehrenvolles Amt, das ich mit meinen Gaben und meiner Persönlichkeit übernehmen werde, denn ich bin ich... und deshalb möchte ich nun von der Gruppe Rosenstolz den Titel ,Ich bin ich’ singen“, sprach’s und sang mit glasklarer Stimme das bekannte Lied ihrer Lieblingsband.


Natürlich wurde dieser Beitrag durch nicht enden wollenden Applaus der Rosenfest-Besucher honoriert, bevor es an der jungen Dame war, sich noch ausführlich bei all ihren Helfern zu bedanken: „Besonders bedanke ich mich zum Schluss bei meinen drei Schwestern, die das ein oder andere Mal für mich zurückgesteckt haben“, schloss die 12-jährige Antonia Liebig sehr ehrlich und emotional ihre gelungene Ansprache. Neben der erfrischenden kleinen Prinzessin, gab es zahlreiche Höhepunkte, die das mannigfaltige Festprogramm umrahmten. Silvia Rost und ihre Mutter Ursula kamen das erste Mal aus Annaberg zum Rosenfest nach Lichtenstein: „Wir haben viel darüber gelesen und nun sind wir da. Unser erster Eindruck ist, dass alles mit sehr viel Liebe gestaltet wurde, schade nur, dass es gerade regnet.“


Die zwei Damen hatten jedoch sommerliche Strohhüte zur Kopfbedeckung auf, die das Nass von oben gut zurückhalten konnten. Außerdem standen sie in der Badergasse: am Hutstand von Leslie Lavinia Kunze, die in ihrer Ausbildung als Modistin zahlreiche Hutkreationen zur Schau stellte. „Das hier ist der Kosmetiksalon meiner Oma, bei der ich meine bisherigen Lehrstücke zum Fest ausstelle, damit die Leute sehen, dass es Hutmacher noch gibt“, erklärte die 18-Jährige, im dritten Lehrjahr, die in Zwickau mit nur drei weiteren angehenden Modisten aus ganz Deutschland ausgebildet wird.


Inzwischen entschied sich Silvia Rost für einen neuen Strohhut aus ihrer Kollektion mit modischem lila Stoffeinsatz. Dank wasserabweisender Sonnenschirme, schmeckte den Festbesuchern die Rosenbowle, Rosenwaffeln mit Joghurtcreme, Kuchen und Kaffee auch bei Regenschauern, die sich pünktlich zum Auftritt der Motocross Show und der Live-Bands am Samstag-und Sonntagabend verzogen.


 
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