|
SACHSENRING (Bernd Walther). 224,688. So lautet die Zahl der Besucher, die am vergangenen Wochenende Teil des Motorsportspektakels auf dem legendären Sachsenring, waren.
Von Freitag bis Sonntag erlebten sie nicht nur ein Wetter, dass sich von tropisch heiß bis gewittrig kühl zeigte, sondern sie bildeten die bunte Rennsportkulisse für die Weltelite des Motorsports. Dabei elektrisierte die Massen vor allem, in der MotoGP, der Auftritt des, nach seiner Verletzung zurückgekehrten, Superstars Valentino Rossi. Erst in der letzten Kurve musste er sich, im Kampf um den dritten Platz, dem Australier Casey Stoner geschlagen geben. Dass er das Siegerpodest diesmal nicht erreichte, betrübte seine Fans nur kurzzeitig, denn für sie war ausschlaggebend, dass ihr Liebling, trotz seiner schweren Verletzung, sich ihnen auf der Rennstrecke in gewohnter Form präsentierte.
Den Sieg holte sich der Spanier Dani Pedrosa vor seinem Landsmann Jorge Lorenzo. Nach dem Sturz des Franzosen Randy de Puniet und den beiden Spaniern Alvaro Bautista und Alex Espargaro, musste das Rennen der Könisklasse in der neunten Runde unterbrochen und ein zweites Mal erneut gestartet werden. Der Rennsonntag startete aus deutscher Sicht erfolgreich: Sandro Cortese, aus dem schwäbischen Berkheim, belegte in einem spannenden Finish, das er sich mit dem Spanier Esteve Rabat lieferte, den dritten Platz in der 125 ccm. Für eine Überraschung sorgte Tomoyoshi Koyama vom Racing Team Germany, dass am Sachsenring beheimatet ist. Er fuhr auf Rang zwei und sicherte sich damit den ersten Podiumsplatz der Saison. Erneut schlugen hier die Spanier zu: Marc Marquez landete seinen fünften Sieg infolge.
Im Wechselbad der Gefühle zeigte sich der Glauchauer Arne Tode bei seinem „Heimspiel“. Seine hervorragenden Trainingsergebnisse von Samstag, bei denen er auf einen sensationellen zweiten Platz fuhr, konnte er am Sonntag leider nicht umsetzen. Im Rennen stürzte er im neunten Umlauf in der Startkurve. Damit musste er die Hoffnung auf eine Spitzenposition im Kiesbett begraben. Seinen unermüdlichen Kampfgeist bewies der 25-Jährige dadurch, dass er seine Suter Honda beherzt wieder in die Spur brachte und sich, im lauten Jubel der voll besetzten Tribünen, erneut ins Rennen ging. An die unverwüstlichen Spanier ging auch dieser Sieg: Toni Elias sicherte sich den ersten Platz. Für die in Zschopau ansässige MZ-Schmiede sicherte sich der Australier Anthony West, nach einer furiosen Aufholjagt den 13. Rang. Einen Tag nach seinem 29. Geburtstag war das ein schönes Geschenk. Stefan Bradl fuhr ebenfalls mit Platz 9 in den Punkterang. Nach diesen drei tollen Tagen, bleibt für die Fans nur zu hoffen, dass auch nach Vetragsende 2011, der Sachsenring fester Bestandteil im Grand Prix-Kalender bleibt.
|