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GLAUCHAU (Kristina Neukirch).Drei Tage lang zog die Zeit des Mittelalters in die zwei Glauchauer Schlösser zurück. „Edles Geschmeide“, „Filzrose“, „Allerley zum Baden und Salben“, „Schießen mit der Armbrust“ oder
„Drechseln wie vor tausend Jahren“, waren ein paar der facettenreichen Möglichkeiten das bunte Treiben zwischen den historischen Marktständen authentisch zu erleben.
Typisch zu der, von Mythen geprägten, Epoche passte die „Runenschmiede“ des, aus Scheibenberg angereisten, Künstlers Ray Kunzmann: „Die alten Germanen kannten kein Alphabet, sondern griffen auf wenige Buchstaben zurück, die zugleich bedeutungsvolle Sinnbilder für sie darstellten.“ Aus einem Vornamen entwickelt Kunzmann die persönliche keltische oder germanische Rune, dazu benötigt er den väterlichen Geburtsnamen und das Geburtsdatum.
Als Unikate aus Zinn oder Kunststein setzt er die Namensrune in ein Kieselsteinmosaik, das silber-, bronze oder nachtleuchtend ist. Ritter Robert von Wildenstein, der seit sieben Jahren, präsentierte den Besuchern indessen stolz seinen italienischen Harnisch, samt seinem Nachbau eines hochmittelalterlichen Feldlagers aus dem 15. Jahrhundert, auf dem er die drei Tage selbst nächtigte.
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