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GAHLENZ (clk). Feines Leinen gab es früher fest in jedem Haushalt, ob Mangeltuch oder Geschirrtuch - das Material wurde vielfältig zu Haushaltstextilien und Kleidung verarbeitet. Doch wie wird der Stoff, den die Ägypter
"gewebtes Mondlicht" nannten, hergestellt?
Dies können die Besucher des Dorfmuseum Gahlenz seit letztem Wochenende bestaunen. Auf dem ehemaligen Körnerboden des Wohn-Stallhauses wurde zum Thema "Leinen" eine neue Dauerausstellung gestaltet, die vom Kulturraum gefördert wurde. Die Idee zu dieser Ausstellung hatte Museumsleiterin Karin Ullrich. "Wir hatten im Museum schon immer Arbeitsgeräte zur Herstellung von Leinen, aber so richtig konnte niemand etwas damit anfangen.
Jetzt haben wir alles umgestaltet, mit vielen Texten und Fotos zu den einzelnen Arbeitsgeräten, so dass sich unsere Besucher die Leinenherstellung gut erschließen können. So werden jetzt die einzelnen Arbeitsschritte nach der Ernte der Rohstoffs erklärt und zwar das Raufen, Riffeln, Rösten, Brechen, Schwingen, Hecheln, Spinnen und Weben. Natürlich ist auch Leinen (Flachs) zu sehen und wie das Material nach den einzelnen Arbeitsschritten aussieht, bis hin zum fertigen Mangeltuch.
Wie Karin Ullrich in ihrer Eröffnungsrede sagte, habe die Pflanze in unserer Region schon immer eine Bedeutung für das Handwerk gehabt und zwar für die Leineweber in Oederan und später auch für die Industrie. Wer sich einmal im Dorfmuseum Gahlenz umsehen und sich über das frühere Leben der Bauern und die neue Dauerausstellung informieren möchte kann dies dienstags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr, freitags 14 bis 16 Uhr sowie sonntags von 14-17 Uhr.
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