Freiberg/Flöha Sachsen versinkt im Schnee
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Das derzeitige Werkzeug eines jeden Hausbesitzers ist die Schneeschippe. Ein Ende der weißen Pracht ist vorerst nicht abzusehen, also weiter schippen ... Foto: Conny LenkMITTELSACHSEN (CB). "Der Winterdienst des Landkreises Mittelsachsen ist bereits seit über 90 Tagen im Einsatz, und ein Ende der Winterperiode ist so schnell nicht in Sicht", erklärt Jürgen Zimmermann beim Ziehen einer ersten Zwischenbilanz für die Arbeit des Winterdienstes in dieser Saison.


Die Straßenmeisterei Brand-Erbisdorf hat 91 Einsatztage zu verzeichnen und die Meisterei Freiberg 76 Tage. Im vergangenen gesamten Winter waren die Meistereien im gesamten Landkreis bis zu 113 Tage im Einsatz - die Kosten beliefen sich auf 2,056 Millionen Euro. In dieser Saison betrugen die Kosten bisher 1,2 Millionen Euro. Jürgen Zimmermann: "Auch wenn derzeit eine lange Winterperiode herrscht, hoffen wir keine Kostensteigerung zu haben."


Dies zeichnet sich allerdings im Augenblick ab. "Zwar spüren wir durch verstärkte Lieferverzögerungen, dass Streusalz in diesen Tagen ein knappes Gut ist, aber unsere Lager sind mit knapp 1.800 Tonnen noch gut gefüllt, und der Winterdienst kann derzeit ohne Einschränkungen durchgeführt werden." Sorgen machen Zimmermann die Nachwirkungen des Winters: "Wir gehen davon aus, dass mehr Schlaglöcher und somit mehr Straßenschäden vorhanden sein werden. Bereits jetzt ist das an einigen Stellen deutlich sichtbar."


Im vergangenen Jahr hat der Landkreis 3 457 Tonnen Mischgut für die Flickung der Straßen verbraucht - 3 600 Tonnen sind für dieses Jahr bestellt. "Ein genaues Bild können wir uns erst machen, wenn der Schnee geschmolzen ist. Erste Untersuchungen haben aber bereits ergeben, dass etwa 35 Prozent der Straßenlänge von Bundes-, Staats- und Kreisstraßen durch den diesjährigen Winter beschädigt wurde. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei etwa 30 Prozent."


 
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