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FREIBERG (clk). Das Tauwetter in der vergangenen Woche hat nicht nur einen Teil des Schnee schmelzen lassen, sondern auch die Schlaglöcher sichtbar gemacht. Bisher waren die Krater unter der Schneedecke verschwunden.
Doch jetzt sind die Winterschäden im Asphalt einfach nicht mehr zu verleugnen. Und die Straßen im Landkreis sind in einem schlechten Zustand. Sorgen machen Jürgen Zimmermann vom Landratsamt die Nachwirkungen des Winters: "Wir gehen davon aus, dass mehr Schlaglöcher und somit mehr Straßenschäden vorhanden sein werden. Bereits jetzt ist es an einigen Stellen schon deutlich sichtbar."
Im vergangenen Jahr hat der Landkreis 3 457 Tonnen Mischgut für die Flickung der Straßen verbraucht -- 3 600 Tonnen sind für dieses Jahr bestellt. "Ein genaues Bild können wir uns erst machen, wenn der ganze Schnee geschmolzen ist. Erste Untersuchungen haben aber bereits ergeben, dass etwa 35 Prozent der Straßenlänge von Bundes-, Staats- und Kreisstraßen durch den diesjährigen Winter beschädigt wurde. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei etwa 30 Prozent." Engpässe beim Winterdienst sind derzeit bereits in vielen Orten der Region auszumachen.
So stellt sich die Versorgungssituation mit Auftausalz nunmehr auch in der Stadt Freiberg dramatisch dar. Die derzeitige Witterungssituation mit Tauwetter am Tage und frostigen Temperaturen in den Nächten führt zu vereisten, spiegelglatten Straßen. Diese sehr gefährlichen Straßenverhältnisse sind besonders in den frühen Morgenstunden und am Vormittag überall vorzufinden. Eine effektive Bekämpfung dieser Situation erfordert einen intensiven Einsatz von Auftausalz auf den Straßen. "Bis zur Stunde waren wir bemüht, mit einem möglichst sparsamen Einsatz von Salz die Gefährdungen auf ein Minimum zu reduzieren, doch bei weiterem Anhalten der Witterungssituation werden unsere Salzvorräte in dieser Woche berreits aufgebraucht sein" räumt Gunnar Wünsche, Sachgebietsleiter Straßenunterhaltung, ein.
Aus jetziger Sicht sei kein Nachschub zu erwarten. Daher werde der Winterdienst nach dem vollständigen Aufbrauchen des Auftausalzes die verkehrswichtigen Straßen unter erhöhtem Aufwand mit Splitt als Streugut abstumpfen. "Hier ist aber zu erwarten, dass bei Eisbildung eine nur geringe abstumpfende Wirkung erzielt wird, und dass die Technik die Straßen öfter befahren muss, um die gewünschte Wirkung zu erzielen."
Trotz der durch die Einsatzkräfte des Winterdienstes unternommenen Anstrengungen möchte die Stadtverwaltung alle Verkehrsteilnehmer auffordern, in den kommenden Tagen besondere Vorsicht und Rücksicht im Straßenverkehr walten zu lassen. Besonders bei Minustemperaturen und Glatteisbildung ist erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration erforderlich, um unnötige Schäden und Unfälle zu vermeiden.
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