Freiberg/Flöha Nach den Farben der Minerale
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Der Leiter des Bergarchivs Dr. Peter Hoeisel (li.) und Diplom-Mineraloge René Köhler beim Gestalten der Vitrine mit den farbigen Mineralen, einem Flourit (grün) aus China und einer Schwefelstufe (gelb) aus Italien. Foto: Constanze Lenk FREIBERG (Constanze Lenk). Zum "Tag der Archive" hatte am vergangenen Sonntag auch das Bergarchiv Freiberg für alle Interessenten die Türen geöffnet. 210 Gäste nahmen die Einladung an, einmal hinter die "Kulissen" des Bergarchivs zu schauen und sich über die Arbeit der Archivare zu informieren.


Zudem nutzten 70 Besucher die Gelegenheit zu einer Führung durch das Haus. Alle zwei Jahre ruft der Berufsverband "Verein deutscher Archivarinnen und Archivare e.V." (VdA) zum "Tag der Archive". Weit über 300 Archive an 134 Orten in ganz Deutschland hatten nun am 7. März zum fünften Mal dazu eingeladen, "Dem Verborgenen auf die Spur" zu kommen. Im Bergarchiv Freiberg, im Schloss Freudenstein, gab es passend zu diesem Motto eine besondere Information und kleine Ausstellung zum Thema "Die Farben im Bergarchiv".


Für die Archivare des Bergarchivs war der Tag Anlass, einmal auf die besondere Farbgebung der Räumlichkeiten des Archivs hinzuweisen und zu erläutern, woher diese Farben eigentlich kommen. Im Bergarchiv dominieren die Farben gelb, weiß, violett und grün. Diese sind an die Minerale Schwefel, Mordenit, Amethyst und Fluorit angelehnt. Im Bergarchiv hat dabei jede Farbe eine Bestimmung. Gelb ist für öffentliche Räume und transportable Archivalien (Magazine), weiß ist der Lesesaal, violett sind der Eingang und die Magazine und grün ist das Atrium des Verwaltungsbereiches. Hier war für die Besucher auch eine Vitrine mit den entsprechenden Mineralen gestaltet, so dass die Gäste die Farben nachempfinden konnten.


Gezeigt wurden in diesem Zusammenhang erstmals auch großformatige Fotografien, die der renommierte Fotograf Hans- Christian Schink im Jahr 2008 von den Räumlichkeiten des Bergarchivs anfertigte. Dazu wurden ausgewählte Archivalien aus dem Bestand präsentiert, und es gab Informationen zu allen Arbeitsfeldern eines Archivs. Auch Freunde des historischen Films kamen auf ihre Kosten: Zwei zeitgenössische Dokumentationen zum Strukturwandel in der sächsischen Steinkohleindustrie Ende der 1960er Jahre wurden an diesem Tag gezeigt.


 
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