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CLAUSNITZ (ULB). Zu jedem besonderem Ortsjubiläum gibts bekannterweise eine zünftige Festsitzung. Das war auch anlässlich der Festwoche "800 Jahre Clausnitz" nicht anders.
Selbige Festveranstaltung stieg am Abend des 30. Juni, die Organisatoren hatten dazu gekonnterweise einen Nicht-WM-Spieltag auserkoren. So war das Festzelt rappelvoll, als zunächst Kinder vom Kindergarten bzw. der Grundschule mit feinem Musik- Programm den Festakt einläuteten. Den Hintergrund des Zeltes verschönerte übrigens eine große Malerei mit Clausnitz- Thema von Sylvio Neuber.
In Anwesenheit von Persönlichkeiten des wirtschaftlichen und politischen Lebens der Region und so ziemlich allen Einwohnern hielt naturgemäß Bürgermeister Werner Sandig die Festrede. Sandig gab eine ausführliche Rückschau zur wechselvollen Entwicklung seiner Erzgebirgsgemeinde, in der es über vier Jahrhunderte auch Erzbergbau gab. Anno 1839 wurde die erste demokratische Wahl im Ort vollzogen, Bahnanschluss und Gründerjahre verschafften Clausnitz um 1900 dann einen großen Schub. Über die letzten Jahrzehnte gleichgeblieben ist sicherlich die besondere Pflege der Grundstücke in Clausnitz, die zu DDR-Zeiten und dann gleich 1992 landesweite Ehrungen in Sachen "Schönster Ort" einbrachten. Diese Besonderheit hob auch Landrat Volker Uhlig (CDU) hervor.
In seiner zehnminütigen Ansprache konnte Uhlig immerhin siebenmal spontanen Beifall einheimsen, ein Indiz dafür, dass er gerade im Erzgebirge den Nerv der Bevölkerung trifft. "Clausnitz sei, außer Dresden und Leipzig, wohl der einzige sächsische Ort, der in Sachsen seine Einwohnerzahl seit 1990 erhöht habe. Genau um 152 Bürger. Und die Pflege der Anwesen - das kann nur mit einer besonderen Liebe zum Ort zusammenhängen. Man macht es hier eben aus innerer Überzeugung", so Uhlig. Nach weiteren Grußansprachen sorgten dann noch die Akkordeongruppe und der Tanzkreis für gute Unterhaltung.
Verdientermaßen hatten die Clausnitzer - zum traditionellen Jahrmarkt regnet es ja meistens - auch Glück mit dem Wetter. Bei warmen Temperaturen und Sonnenschein konnten dann tausende Besucher am Wochenende die Höhepunkte des Festes genießen: Festumzug, historisches Schauflößen auf der Rachel, Bergwerksbesichtigungen im Sankt-Michaelis-Stolln, Kirchenführungen und Kirchturmbesteigungen.
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