Mittweida Rekruten sprachen ihr Gelöbnis
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 Oberstleutnant Ralf Unkelbach und die Landtagsabgeordnete Iris Firmenich beim Abschreiten der zum Gelöbnis angetretenen Rekruten. Foto: Uwe WolfFRANKENBERG (UW). Besucherandrang herrschte am vergangenen Mittwoch in der Frankenberger Innenstadt. Zum Gelöbnis der Rekruten der Panzergrenadierbrigade 37 waren viele Zuschauer zugegen.

Eltern und Verwandte der Rekruten ließen es sich nicht nehmen, ihren Nachwuchs in Uniform zu bewundern. Videokameras und Fotoapparate liefen um die Wette. Etwa 420 Soldaten, die seit April ihren Grundwehrdienst in der Brigade leisten, sprachen auf dem Marktplatz feierlich ihre Gelöbnisformel. Die jungen Soldatinnen und Soldaten müssen nur noch wenige Hürden nehmen, um ihre Allgemeine Grundausbildung erfolgreich abzuschließen.


Die vergangenen Wochen dienten dazu, sie in ihre Rechte und Pflichten als Staatsbürger in Uniform einzuweisen und sie mit den Grundlagen des militärischen Handwerkzeugs vertraut zu machen. Bestmöglich auf die kommenden Aufgaben in Deutschland oder im Ausland vorbereitet, wird ein großer Teil seinen Wehrdienst in den Verbänden der Panzergrenadierbrigade 37 ,"Freistaat Sachsen" leisten. Die Landtagsabgeordnete Iris Firmenich sagte zu den Rekruten: "Sie dienen einer guten Sache, denn sie wollen für die Mitmenschen einstehen. Unser Land braucht sie ­ jeden einzelnen von ihnen." Sie erinnerte an 20 Jahre deutsche Einheit und daran, das sich seither vieles in Deutschland, in Europa und der Welt geändert hat. Auch die Bedrohungslage habe sich geändert, sagte die Landtagsabgeordnete.


"Die deutsche Sicherheit wird heute bei Einsätzen im Ausland mit verteidigt", erklärte Iris Firmenich. "Der Dienst dort ist wichtig und gefährlich." Oberstleutnant Ralf Unkelbach, Kommandeur des Fernmeldebataillons 701 in Frankenberg, sagte den Rekruten, dass der Dienst schwer und unbequem ist, dass sie aber auch Kameradschaft, Gemeinsinn und das Füreinander erleben. "Egal ob nur der Grundwehrdienst absolviert wird oder ob man länger dient, ­ dienen ist keine Selbstverständlichkeit", sagte Ralf Unkelbach. "Dafür ist eine gute Portion Bürgersinn erforderlich. Sie werden gebraucht."


Der Kommandeur wies auch darauf hin, dass Soldaten keine Automaten sind und es auch nicht sein dürfen. Soldaten sind Menschen mit Freude, Sorgen, Begabungen, Mut und Angst. "Wir brauchen jeden als ganzen Menschen mit Hirn, Herz und Hand." Der Oberstleutnant merkte an, dass man ohne Wehrpflichtige, die länger dienen wollen, die vom Parlament gesetzten Aufgaben nicht erfüllen könnte. Es nahmen an diesem Gelöbnis Rekruten aus den Ausbildungskompanien des Panzergrenadierbataillons 371 aus Marienberg, des Panzerpionierbataillons 701 aus Gera und des Fernmeldebataillons 701 aus Frankenberg teil.


Die 5. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 371 aus Marienberg erhielt am 4.1. 138 Rekruten. Die weiteste Anreise zu ihrem feierlichen Gelöbnis hatten die 186 Rekruten der 5. Kompanie des Panzerpionierbataillons 701. In die 5. Kompanie des Fernmeldebataillons 701, unter der Führung von Herrn Hauptmann Buford, wurden im l. Quartal dieses Jahres 96 Rekruten zum Wehrdienst eingezogen.


 
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