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ZWICKAU (FDF). Stehen die Pläne des französischen Sportartikelhändlers Decathlon, in Zwickau einen 8.000 Quadratmeter großen Einkaufsmarkt zu errichten vor dem Aus bevor sie richtig begonnen haben?
Nachdem bereits am Montag der Bau- und Verkehrsausschuss das Vorhaben ablehnte, fand der Antrag am Mittwoch-abend auch im Wirtschaftsausschuss keine Mehrheit. Mit 6-Nein und 2-Ja- Stimmen fiel das Thema durch. Damit ist es mehr als fraglich, ob die De-cathlon- Ansiedlung im Februar im Stadtrat behandelt wird.
Am 25. Februar sollte eine Grundsatzentscheidung über das Vorhaben getroffen werden. Nachdem jedoch gleich zwei Ausschüsse ihre Ablehnung bekundeten, stehen die Chancen für eine anderslautende Entscheidung im Stadtrat schlecht. Dabei sah Ende vergangene Woche alles noch ganz anders aus. Nach einem Treffen der Stadtspitze und zahlreichen Stadträten mit Vertretern des Sportartikelhändlers Decathlon schien die Front der Gegner zu bröckeln. Eine Gefahr für die Innenstadt wurde von der Verwaltung nicht mehr gesehen. Erstmals war auch von Vorteilen die Rede gewesen. „Mögliche Vorteile einer Ansiedlung wäre die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Stärkung des Oberzentrums durch Ansiedlung einer Einzelhandelseinrichtung, die Kunden aus der Region anzieht und eventuell sogar Gewerbesteuern einbringt“, sagte Rathaussprecher Mathias Merz.
Nach WochenSpiegel-Informationen sollen 50 bis 60 Arbeitsplätze, davon etwa 20 als Vollzeitjobs, entstehen. Gegen die Ansiedlung ziehen weiterhin die Innenstadthändler, Handelsverbände und die Industrie- und Handelskammer ins Feld. Inzwischen erhöht Decathlon offenbar den Druck auf die Stadt, denn wie inzwischen bekannt wurde, hat der Sportartikelhändler auch in Chemnitz wegen einer möglichen Ansiedlung vorgesprochen.
Eine Niederlassung dort könnte für die Zwickauer Händler noch schwer wiegendere Folgen haben. Dann würden die Kunden nach Chemnitz fahren, um ihre Sportartikel zu kaufen. Der Effekt, Kunden aus anderen Regionen nach Zwickau zu holen, würde sich dann genau ins Gegenteil verkehren und vermutlich nicht nur den Sportartikelhändlern, sondern allen Innenstadthändlern schaden.
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