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KREIS ZWICKAU (FDF). Lebensmittel, die im Kreis Zwickau erzeugt werden, und über die Ladentische gehen können in der Regel bedenkenlos verzehrt werden. Zu dieser Einschätzung kommt der Leiter des
Lebensmittelüberwachungsamtes im Zwickauer Landratsamt, Toby Pintscher.
Nur bei rund zehn Prozent der Kontrollen seien Verstöße festgestellt worden, gravierende Verletzungen der Hygienebestimmungen kämen dabei relativ selten vor. 15 Lebensmittelkontrolleure, drei Tiergesundheitskontrolleure und fünf Tierärzte sind regelmäßig zwischen Ställen und Ladentheken im Einsatz, um meist unangemeldet ihrer Tätigkeit nachzugehen. Im Jahr 2009 führten sie insgesamt 5.740 Kontrollbesuche in 3.261 Betrieben durch. Der Chef des Amtes schätzt ein, dass, damit eine akzeptable Kontrolldichte erreicht wurde. „Bäckereien, Fleischereien und Gaststätten werden mindestens einmal im Jahr kontrolliert“, sagte er auf Nachfrage.
Insgesamt waren das allein 3.500 Einsätze für seine Mitarbeiter. Bei allen anderen Betrieben könne es entsprechend der Risikobewertung eine Kontrollfrequenz von maximal drei Jahren geben. Überprüft werden dabei neben den allgemeinen Hygieneanforderungen auch die Personalhygiene, die Kennzeichnung der Lebensmittel sowie die betriebseigenen Maßnahmen des Unternehmens. Zusätzlich werden Stichproben von Lebensmitteln entnommen. 18 Mal wurden dabei nicht sichere Lebensmittel festgestellt. Bei zehn Stichproben stießen die Kontrolleure auf Mängel bei der Kennzeichnung.
Unter den rund 500 Verstößen gegen die Vorschriften der Lebensmittelhygiene, die in 256 Betrieben des Landkreises festgestellt wurden, waren zehn mit gravierenden Hygienemängeln, 50 fielen schließlich unter das Ordnungswidrigkeitsgesetz. Die meisten Feststellungen, meist zur allgemeinen Hygiene oder fehlender Eigenkontrolle führten zu Anordnungen der Beseitigung der Mängel, was in der Praxis auch in den meisten Fällen gut funktioniere. Allerdings, so Pintscher, seien die Kontrollen immer Stichproben. „Die primäre Verantwortungliegt beim Lebensmittelunternehmer“.
Dabei konnte der Amtsleiter im vergangenen Jahr gleich noch einen Nebeneffekt abhaken. Bei seiner Amtsübernahme fanden sich 7.128 Betriebe im Bestand der beiden fusionierten Landratsämter und der Stadt Zwickau. Inzwischen sind es nur noch 6.161. Weil jetzt mit einem einheitlichen Datenprogramm gearbeitet fielen rund 1.000 „Datenleichen“ von nicht mehr existierenden Betrieben und solche die den Standort gewechselt haben aus dem Register.
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