»Gericht verbietet Eheschließung«

»Gericht verbietet Eheschließung«

Wenn zwei sich einig sind, dass sie künftig gemeinsam durchs Leben gehen wollen, dann kommt es in der Regel auch so. Keiner kann verhindern, dass die beiden sich das Ja-Wort geben. Die Ehe wird geschlossen. Im Fall der beiden Gemeinden Bergen und Falkenstein hat das Oberverwaltungsgericht in Bautzen die Eheschließung verboten, obwohl sich die Partner einig sind. Wegen übergeordneter Interessen, heißt es. Bergen muss im Verwaltungsverband Jägerswald bleiben und die Stadt Falkenstein bleibt Single.

Die Oberrichter begründen die endgültige Ablehnung mit der Einwohnerzahl des Verwaltungsverbandes Jägerswald, die jetzt bei 4840 liegt. Nach einem Ausscheiden von Bergen wären es nur noch 3886 Einwohner. Und das sind viel zu wenig. Das Gesetz schreibt sogar eine Mindesteinwohnerzahl von 5000 vor. Der Vogtlandkreis hatte die Fusion bereits 2011 abgelehnt.

Die beiden Gemeinden wollen jetzt in wilder Ehe zusammenleben. Die gemeinsam mit Bergen festgelegten Ziele, sollen trotzdem erreicht werden, hört man aus Falkenstein. Also geht's doch Hand in Hand weiter. Wenn zwei sich wirklich einig sind, kann eben keine Macht der Welt die Verbindung verhindern. Auch ein Gericht nicht.

 
erschienen am 17.05.2019
© Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz
 


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