"Das vertrage ich nicht"

Ernährung Der Ärger mit dem Milchzucker

Bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten spielt - im Gegensatz zu Allergien - das Immunsystem keine Rolle. Bei den sogenannten Intoleranzen liegen die Ursachen in einem angeborenen oder erworbenen Mangel an bestimmten Verdauungsenzymen. Unverträglichkeiten sind grundsätzlich mengenabhängig und zeitverzögert. Bis es zu einer Reaktion kommt, verträgt der Körper eine individuell unterschiedliche Menge des "Reizstoffes".

Der größte Prozentsatz aller Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten entfällt auf die Lactose-Intoleranz, also auf die Unfähigkeit des Organismus', Milchzucker mithilfe des Enzyms Lactase in seine für den Körper verwendbaren Bestandteile aufzuspalten. Wenn Lactase fehlt, beginnen die massiven Probleme. In Deutschland bildet der Körper etwa jedes Vierten zu wenig dieses Enzyms. Dann kann jedes auf Milch basierende Nahrungsmittel Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall auslösen.

Fehlt das Enzym oder ist es in zu geringer Menge vorhanden, gelangt Milchzucker ungespalten in den Dickdarm. Dort wird er nicht verdaut, sondern vergoren. Diese Gärprozesse setzen unter anderem Gase wie z. B. Kohlendioxid frei.

Die Folgen sind unangenehme Blähungen sowie in vielen Fällen spontane, stark flüssige und schmerzhafte Durchfälle. Die damit oft verbundene Mangelversorgung mit Vitaminen ist auch der Grund für vielfach bei Milchzucker-Unverträglichkeiten auftretende Symptome wie chronische Müdigkeit, innere Unruhe, Schwindelgefühl, Schweißausbrüche, Nervosität, Akne oder mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Ein sicherer Ausweg aus der Lactose-Problematik eröffnet sich durch die Möglichkeit, das fehlende Enzym Lactase von außen zuzuführen. Weitere Infos unter: www.vitalstoffe-lexikon.de.

 
erschienen am 22.11.2014 ( wlm)
© Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz
 


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