Pechsteins Schaffen als Tanztheater


              Dzene aus "Max Pechstein: Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!".
              
                
                  Foto: Theater Plauen Zwickau/Ida Zenna
                
              
            Dzene aus "Max Pechstein: Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!". Foto: Theater Plauen Zwickau/Ida Zenna

In ihrem neuen Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett G√∂hre vom Theater Plauen-Zwickau mit "Max Pechstein: Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" anhand von Pechsteins Schaffen eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Das Ergebnis ist am 18. April, 19.30 Uhr, im Zwickauer Malsaal zu sehen. Aufgewachsen in einer Zeit einer immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung, versuchte Pechstein, mit seiner Kunst ein neues Verh√§ltnis zur Natur zu finden. Der 1881 in Zwickau geborene Maler reiste 1914 in die S√ľdsee, die f√ľr ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieb. Anschlie√üend f√ľhren seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Diese Erfahrungen finden sich in seinen Arbeiten. Pechsteins Bilder l√∂sten oft emotionale Reaktionen aus, die teilweise in der Zerst√∂rung seiner Werke gipfelten. Erst nach Kriegsende wurde der 1933 als "entarteter K√ľnstler" mit einem Ausstellungsverbot belegte Pechstein rehabilitiert. Er liebte das Tanzen; in vielen seiner Gem√§lde fing er die Bewegungsabl√§ufe von Handwerkern, Ballett- und Variet√©t√§nzern oder Akrobaten ein. In Zusammenarbeit mit dem Pechstein-Museum Zwickau, das derzeit eine Ausstellung zum Thema "Tanz" erarbeitet, kehrt die Choreografie diese in Form und Farbe gefasste Energie wieder in Bewegung um.msz/pm

 
erschienen am 12.04.2019
© Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz
 


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